Silber-Qualitäten im Überblick
Wie bei Gold wird die Reinheit von Silber in Promille angegeben. Je höher die Zahl, desto mehr reines Silber ist im Schmuckstück.
- Silber 800 — 80% Silber, 20% Kupfer und andere Metalle. Weniger häufig, gelblicher Ton, oxidiert schneller.
- Sterlingsilber 925 — 92,5% Silber. Der internationale Standard für Schmuck. Strahlend weiß, langlebig, ideal für Ringe, Ketten und Armbänder.
- Feinsilber 999 — 99,9% reines Silber. Sehr weich, kaum für Alltagsschmuck geeignet, eher für Sammler-Stücke.
Warum läuft Silber an?
Silber reagiert mit Schwefelwasserstoff aus der Luft und bildet Silbersulfid — das ist die schwarze Schicht die als "Anlaufen" bekannt ist. Das ist völlig normal und kein Qualitätsmangel. Parfüm, Schweiß, Chlor und Lagerung in feuchter Luft beschleunigen den Prozess.
Silber richtig pflegen
Regelmäßiges Tragen ist die beste Pflege — der Abrieb durch Haut und Kleidung hält das Silber poliert. Bei stärkerem Anlaufen hilft ein spezielles Silberputztuch oder Silberpolitur. Für Schmuckstücke mit Steinen niemals in Silberbad tauchen.
Lagerung: Einzeln in kleinen Zip-Tüten oder in einer ausgepolsterten Schmuckschatulle. Kein gemeinsames Aufbewahren mit anderen Metallen — Kratzer sind vorprogrammiert.
Anlaufschutz-Beschichtungen
Viele moderne Silberschmuckstücke haben eine Rhodium- oder Palladium-Beschichtung die das Anlaufen deutlich verzögert. Diese Stücke können als "anlaufgeschützt" oder "rhodiniert" bezeichnet sein. Die Beschichtung hält mehrere Jahre, danach kann sie beim Goldschmied erneuert werden.