Bei Christie’s, Sotheby’s und Dorotheum wird Vintage-Schmuck für Preise gehandelt die vor zehn Jahren undenkbar waren. Ein Cartier-Panther-Armband aus den 1960ern:. Ein Van Cleef Alhambra-Armband aus den 1970ern:. Was steckt hinter diesem Boom?
Warum Vintage gerade so begehrt ist
Seltenheit: Was einmal produziert wurde, gibt es in begrenzter Stückzahl. Kein Nachschub.
Handwerk: Vintage-Schmuck großer Häuser wurde in Zeiten gefertigt als alles noch Handarbeit war. Diese Fertigkeitstiefe fehlt oft in der Massenproduktion von heute.
Nachhaltigkeit: Eine Generation die bewusst kauft, kauft auch bewusst Second-Hand. Vintage ist grün.
Einzigartigkeit: In einer Welt der Fast Fashion ist das wirklich einzigartige Stück begehrt.
Welche Häuser wertvoll bleiben
Erste Liga (sicher):
- Cartier — Panthère, Love, Trinity
- Van Cleef & Arpels — Alhambra, Perlée
- Bulgari — Serpenti, B.zero1
- Tiffany — Schlumberger, Elsa Peretti Vintage
Zweite Liga (gut):
- Chaumet, Boucheron, Pomellato
- Verdura, Schlumberger (eigenständig)
Signierter Vintage-Schmuck ohne Haus: Oft wertvoll wenn namhafter Designer signiert hat.
Worauf bei Vintage-Kauf achten
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Provenienz: Woher kommt das Stück? Je klarer die Herkunft, desto besser.
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Signatur: Ist das Stück signiert? Cartier signiert oft innen am Verschluss oder auf der Innenseite.
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Originalzertifikate: Wenn vorhanden — deutlich wertvoller.
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Zustand: Originaler Zustand (auch mit natürlicher Patina) oft wertvoller als überpolitiert.
Wo kaufen?
- Auktionshäuser: Sotheby’s, Christie’s, Bonhams, Dorotheum (Wien) — sicher, aber Aufgeld einrechnen (15-25%)
- Vintage-Juweliere: Spezialisierte Händler mit Expertise
- Online-Marktplätze: 1stDibs, Vestiaire Collective — hohe Varianz, mehr Risiko
- Flohmarkt/Haushaltsauflösungen: Großes Glück möglich, großes Risiko auch
Fazit
Vintage-Schmuck als Investment ist real — aber nur wenn man es richtig macht. Mit Expertise, Geduld und dem Fokus auf wirklich begehrte Häuser. Für alle anderen: Kauft Vintage weil ihr es schön findet. Dann macht ihr nichts falsch.